DTV-Geschäftsstelle

Deutscher Tourismusverband
Service GmbH
Schillstraße 9
10785 Berlin

 

DTV-Klassifizierung

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Uwe Bertram und Ina Baatz

Ferienunterkünfte in Wieda, Otterndorf, Hannover

Wie sind Sie und Ihre Frau Vermieter geworden?

Als Selbstständige muss man für das Alter vorsorgen. Deshalb haben wir ein Haus im Harz gekauft, das war renovierungsbedürftig aber günstig. Freunde meinten dann, dass sich eine Immobilie an der Küste mehr lohnen würde. So kamen wir zu einem Reetdachhaus in Otterndorf. Bei den Umbauten stand von Anfang an fest: wir bauen nicht für andere, wir bauen für uns! Und zwar so, dass wir uns in allen Ferienunterkünften so wohl fühlen wie zu Hause.

In Hannover vermieten Sie ebenfalls ein Ferienhaus?

Ja, mein Elternhaus. Es hat weder Keller noch Dachboden, weil mein Vater damals schon meinte, dass Treppensteigen im Alter nicht mehr so gut funktioniert. Außerdem weiß man nie, was passiert. Nach einem Unfall oder einer Krankheit ist man plötzlich auf den Rollstuhl angewiesen. Also haben wir das Haus direkt barrierefrei ausgebaut, mit Schiebetüren, sehr großzügigen Räumen, einer höhenverstellbaren Toilette, und ebenerdiger Dusche. Für die Klassifizierung haben wir uns auch schon angemeldet.

 

Wie sind Sie auf die Klassifizierung gekommen?

Ein Haus ohne Klassifizierung ist eines von vielen. Und gerade in Otterndorf muss man sich von der Masse abheben. Ein Reetdach haben andere auch, deshalb habe ich mich für die Sterne entschieden, mir die Kriterien angeschaut und nachgerüstet: Rollläden, Tresor, Waschmaschine etc. Im Harz war die Konkurrenzsituation eine völlig andere. Da wurde häufig das, was Oma vererbt hatte, in die Ferienwohnung gestellt. Geschirrspüler gab es auch nur selten, die Gäste hätten doch genug Zeit um abzuwaschen. Wir haben uns trotzdem entschieden, nach 5-Sterne-Standard zu bauen. Die 5 Sterne haben wir dann auch bekommen.


Sie haben sicher viele unterschiedliche Gäste?

Ja, im Harz und an der Küste sind es vor allem Urlauber, in Hannover Messegäste. Da muss dann auch schon mal vor 8 Uhr das Frühstück serviert werden. Hin und wieder gibt es auch Extrawünsche: Ein Nordkoreaner hatte zum Beispiel darauf bestanden, jeden Morgen eine Gurke zu bekommen. Hin und wieder gibt es auch kuriose Anfragen. Für Silvester hatten wir eine Buchung mit sechs Hunden. Da habe ich erst einmal nachgefragt, ob ich mit Dobermännern rechnen muss – zum Glück war es eher Dackelgröße.

Haben sich die Ansprüche der Gäste verändert?

Die Ansprüche sind höher geworden. Ich bin der Meinung, dass wir auch den Stammgästen immer mal was Neues bieten müssen. Sei es neues Geschirr oder eine neue Couch. Der Gast merkt dann, der Vermieter verdient nicht nur Geld, sondern er investiert auch etwas. Wir haben zum Beispiel auch eine Auflademöglichkeit für Elektroautos und E-Bikes der Gäste geschaffen.